Trägerschaft

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Das Ostschweizer Forum für Psychische Gesundheit

Über das psychische Wohlbefinden wird meist wenig gesprochen und psychische Erkrankungen sind weiterhin Tabuthemen. Daten der Nationalen Gesundheitsbefragung haben gezeigt, dass psychisch belastete Personen auch vermehrt an körperlichen Erkrankungen leiden.

Die Kantone Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden und St.Gallen sowie das Fürstentum Liechtenstein haben sich in den letzten Jahren gemeinsam mit dem Thema "Depression" intensiv auseinandergesetzt. Das Ostschweizer Forum für Psychische Gesundheit soll die bisherige Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen kantonalen Bündnissen gegen Depression in einem neuen, thematisch breiter ausgerichteten Forum weiterführen. Das Forum ist als Verein im Dezember 2012 gegründet worden. Er will mit Veranstaltungen und Vorträgen verstärkt auf die Bedeutung der psychischen Gesundheit hinweisen und dazu beitragen, Tabus im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen abzubauen.

Von grosser Bedeutung ist die Vernetzung der verschiedenen Akteure im Bereich "Psychische Gesundheit". Zudem möchte der Verein interessierten Personen, Betroffenen, Angehörigen und Fachstellen Informationen bieten und den gegenseitigen Austausch fördern.

Heidi Hanselmann

Heidi Hanselmann, Regierungsrätin,
Vorsteherin des Gesundheitsdepartements des Kantons St.Gallen


"Der Alltag ist heute oft geprägt von Stress, Hektik und ständigen Veränderungen. Gerade im Arbeitskontext sind viele Beschäftigte hohem Druck und starken Belastungen ausgesetzt. In diesem Umfeld gesund zu bleiben ist nicht immer einfach und nicht selbstverständlich. Fast jede zweite Person erkrankt im Laufe ihres Lebens mindestens einmal an einer psychischen Erkrankung.
Die Förderung der psychischen Gesundheit und die Verbesserung der Früherkennung von psychischen Erkrankungen in allen Lebensphasen sind von zentraler Bedeutung. Darum stehe ich auch für dieses Thema ein."



Matthias Weishaupt

Dr. Matthias Weishaupt, Landammann,
Direktor des Departements Gesundheit und Soziales, Appenzell Ausserrhoden


"Es gibt keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit. Deshalb braucht es den Blick aufs Ganze; – einen offen Blick, der psychisches Gesundsein in einem umfassenden Sinn ins Auge fasst. Im Ostschweizer Forum für Psychische Gesundheit wollen wir diese Erkenntnis umsetzen. Psychisches Gesundsein geht alle etwas an. Nicht nur das Gesundheitswesen, auch das Sozialwesen, die Bildung, der Arbeitsmarkt. – Wir alle sind gefordert."

 

 

Statement

Dr. Mauro Pedrazzini, Regierungsrat,
Ministerium für Gesellschaft des Fürstenstum Liechtenstein


"Vielen körperlichen Erkrankungen kann mit präventiven Massnahmen wie gesunder Ernährung und Bewegung oder einer geeigneten Einrichtung des Arbeitsplatzes wirksam vorgebeugt werden. Doch auch bei der psychischen Gesundheit ist Prävention möglich, sowohl auf individueller Ebene als auch in den Strukturen, beispielsweise bei der Arbeit. Das ist noch viel zu wenig bekannt. Eine Arbeitsumgebung sollte so gestaltet werden, dass trotz hohen Ansprüchen an Leistung und Qualität die psychische Gesundheit nicht leidet. Dafür setzen wir uns ein."




Antonia Fässler

Antonia Fässler, Statthalter,
Vorsteherin Gesundheits- und Sozialdepartement Appenzell Innerrhoden


"Psychische Erkrankungen machen vor Grenzen keinen Halt, und zusammen können wir mehr erreichen. Deshalb engagieren wir uns im Ostschweizer Forum für Psychische Gesundheit für die psychische Gesundheit unserer Bevölkerung.
Gemeinsam möchten wir informieren und thematisieren, vernetzen und den Austausch zwischen Fachstellen, Betroffenen, Angehörigen und Interessierten stärken."

 

 

Peter Gstöhl

Peter Gstöhl, Amtsleiter
Amt für Gesundheit Fürstenstum Liechtenstein, Präsident OFPG


"Psychische Erkrankungen können jede und jeden treffen.
Sie sind heute die häufigste Ursache für Arbeitsausfälle und Frührenten.
Psychische Erkrankungen verursachen allein in der Schweiz jährlich Kosten in Milliardenhöhe.
Nicht beziffert werden kann das grosse Leid der Betroffenen und ihrer Angehörigen.
Es lohnt sich also in jedem Fall, die psychische Gesundheit zu fördern
und die Früherkennung von psychischen Erkrankungen zu verbessern."